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Über die Brücke gehen

Leben im Überfluss?

nach Steve Pavlina

Es ist schwer, ein Leben im Überfluss aufzubauen, wenn man keine Vorstellung davon hat, wie das Leben auf der anderen Seite sein würde. Viele Menschen leben mit Entbehrungen und wären gern reich. Sie haben es satt, einem Beruf nachzugehen den sie nicht mögen, nur um ihre Rechnungen bezahlen zu können. Die Jahre vergehen, und diese Menschen merken, dass sich nichts verändert hat. Sie entkommen nur selten dieser Realität, da ihre Denkweise tatsächlich den Mangel noch verstärkt.
Reichtum ist viel einfacher zu erreichen, wenn man sich klar darüber ist, was man damit machen würde. Wie wird das Leben auf der anderen Seite sein? Fallen da nur ein paar Sorgen weg, oder steckt mehr dahinter?

Was mich inspiriert reich zu leben, ist das Gefühl, dass jeder Mensch so ein Leben verdient hätte und nicht nur ein paar privilegierte. Der Anstoß, darüber nachzudenken, reich zu leben, entsprang meiner Frustration über den ständigen Mangel. Als ich merkte, wie sich ein Leben im Überfluss anfühlen würde, erkannte ich, dass diese Reise nicht nur eine persönliche Sache von mir ist. Es ist eine Reise, die man mit allen auf unserem Planeten teilen kann. Überfluss macht Menschen nicht faul. Er verändert die Ursache der Motivation. Statt durch Mangel und Bedürftigkeit, kommt die Motivation aus Begeisterung. Diese Art der Motivation ist viel kreativer und wesentlich weniger anstrengend, als der Antrieb, der aus Mangel entsteht. Die eine basiert auf Angst, die andere auf Liebe.

Warum schreibe ich diesen Artikel? Aus welchem Antrieb? Nun, es ist Glück, es ist Liebe. Der Wunsch, mein Glück und meine Liebe mit anderen zu teilen. Anderen den Tag zu erhellen und sie dazu anzuregen, das Angst basierte Denken aufzugeben und kreativer zu werden und so dazu beizutragen, die Welt für alle reicher zu machen. Dein Wunsch, reich zu werden, mag andere Gründe haben, aber um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, ist es wichtig, zwingende Gründe zu haben. Nur zu sagen: “Ich mag den Mangel nicht“, wird nicht ausreichen. Ein Auslöser für mich, mir ein erfülltes Leben schaffen zu wollen, war die Serie „Star Trek – the next Generation“ (deutsch: Raumschiff Enterprise – das nächste Jahrhundert). In diesem Universum ermöglicht es die Technik, die Grundbedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Jeder hat einen Platz zum leben. Wenn sie hungrig sind, gehen Sie zum „Replikator“, der ihnen innerhalb von Sekunden alles serviert, was Sie wünschen. Und es ist alles kostenlos.

Anstatt zu arbeiten, um den Lebensunterhalt zu verdienen, arbeiten die Menschen dort, weil sie es genießen. Sie legen großen Wert auf ihre Beziehungen. Sie kümmern sich gegenseitig und sie pflegen die Technik, die ihnen dieses Leben ermöglicht. Dieses fiktive Universum hat mich inspiriert, mir vorzustellen, wie es wohl wäre, in solch einer Welt zu leben. Bald merkte ich, dass die reale Welt noch lange nicht so weit war. Aber was sollte mich abhalten, mit dieser Erfahrung meinen eigenen Mikrokosmos zu schaffen? Eventuell könnte sich das auf meinen engeren Bekanntenkreis ausbreiten. Und von dort aus noch weiter. Und wenn immer mehr Menschen solche Blasen des Überflusses bilden würden, könnte es schnell expandieren.

Die Vision von Gene Roddenberry – dem Erfinder von Star Trek – inspirierte mich dazu, für die Liebe zu arbeiten und nicht für das Geld. Die Menschen in diesem Universum arbeiten  daran, ständig ihr Wissen zu vermehren. Sie bilden ihre Fähigkeiten weiter aus. Sie unterstützen sich gegenseitig und vertrauen einander. Wenn sie wollten, könnten sie faul sein, aber sie möchten etwas leisten. Als die Serie endete, hatte ich mich bereits von dem Gedanken verabschiedet, für jemanden zu arbeiten, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Roddenberry nahm mir diese Möglichkeit, so dass es mir lächerlich, feige und kleingeistig schien. Die Episode Tapestry (deutsch: Willkommen im Leben nach dem Tode), war eine meiner Favoriten. Ich kam zu dem Schluss, dass ich lieber leben und sterben würde im Glauben an mich selbst, anstatt auf Nummer sicher zu gehen und ein erbärmliches Leben als Hülle eines Mannes zu fristen. Nach dieser Vorstellung zu leben war nicht leicht. Es brauchte Jahre, den Lebensstil zu entwickeln, mit dem ich die Arbeit machen konnte, die ich liebe und die meinen Bedürfnissen entspricht. Und dies alles in den Grenzen der heutigen Welt und nicht im Jahr 2300 und noch `was.

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